Big Band und Combo

Bernhardshoehe 2018 81

Die Big Band und Combo am KKG

Wer auf dem Käthe ist, kommt kaum an unseren Schulbands, der Big Band und der Combo vorbei. Auf Festen, Events und Veranstaltungen unserer Schule treten wir auf und spielen gecoverte, arrangierte und selbst komponierte Stücke.

Die Big Band…

Freitagmittag: Noch eine Stunde. Alle beraten schon, was man nach der Schule machen könnte. Und dem ein oder anderen fällt dann ein „Och ne, ich hab noch BigBand“. Um drei Uhr, zwei Stunden später als alle anderen, verlässt man dann das Schulgebäude. Mit einem Lächeln auf den Lippen, eine Melodie vor sich hin pfeifend.
Was ist hier passiert?

Neben kleinen unbekannten Bands wie One Republic oder One Direction gibt es eben noch uns – ''Jazz Lab?''. Wenn wir nicht gerade auf Welttournee sind, treffen wir uns einmal in der Woche freitags und üben Stücke für Konzerte und für unser eigenes Vergnügen ein. Von Gesang zu Trompeten, Saxophonen, Klarinetten, Gitarren, Klavier und Bass, alles ist dabei. Eine Besonderheit unserer Band: Das Alter der Mitglieder unterscheidet sich sehr. Jeder Schüler, ob 10 oder 16, bringt sein eigenes Talent mit, was unserer Band den gewissen Groove gibt. Dieser wird auch benötigt, denn neben beliebten Chartspitzenreitern spielen wir auch leidenschaftliche Jazz oder Heavy Metal Stücke, denn wir sind für jede Herausforderung zu haben. Aber sich dieser Aufgabe zu stellen, erfordert bei unserer wild zusammengestellten Band sehr viel Geduld, denn ungefähr alle 4 Wochen beginnen wir eine neue Nummer. Um diese zu perfektionieren, muss man erst mal mindestens 3 Wochen lang schiefe Töne, lautes Gerede über die schiefen Töne und Unzufriedenheit über die schiefen Töne und das laute Gerede über schiefe Töne ertragen. Aber hat man sich erst mal an das Stück gewöhnt und sich länger damit beschäftigt, abgesprochen was man verändern und verbessern könnte, funktionieren die Lieder meist so gut, dass wir großen Spaß daran haben und unser Erlerntes auf Konzerten wiedergeben können. Dafür reichen 1 ½ Stunden jeden Freitag nicht aus, weshalb wir jedes Jahr ein „Band-Trainingslager“ im Bayerischen Wald absolvieren:

Die Big-Band-Fahrt - sie ist das Highlight für alle Bandmitglieder. Jedes Jahr, kurz vor den Sommerferien, macht sich unsere gesamte Truppe mitsamt Instrumenten und Bandmanager Alois auf den Weg, eine Woche lang zu musizieren. Hier ist jeder mit vollem Elan und voller Tatendrang dabei und so macht das Proben richtig Spaß. Die Möglichkeit, neue Stücke einzuüben oder an den Alten zu feilen, bis sie wirklich perfekt sitzen, ist uns in dieser Woche bestens gegeben. Außerdem lernt man während der sieben Tage, die wir alle aufeinander „hocken“, auch so manch nette Person aus anderen Klassen kennen. Allein die Schafkopf-Runden in den Pausen sind es wert, einmal dabei gewesen zu sein.

Abschließend möchten wir die eine Frage beantworten, die sich seit mehreren Big Band Generationen viele stellen : ''Wieso heißen wir eigentlich ''Jazz Lab?'' ? Diese Frage ist ganz einfach zu beantworten: Wieso nicht?

Kari Lynn Rülberg, Stefanie Ursula Barbara Karos & Lise-Christine Kobla Mendama (Q11)

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Die Combo…

Das musste ich mir aber wirklich genau überlegen! Freitagnachmittag FREIWILLIG in der SCHULE verbringen? Und unter einer "Comboprobe" konnte ich mir auch nicht viel vorstellen. Herr Schmelz hatte mich gefragt, ob ich nicht den Part am Klavier übernehmen wolle. Wollte ich? Letztendlich überwog dann doch die Neugier auf die Musik und die Leute…..zum Glück!!!

Am Anfang war ich sehr skeptisch, weil alle so viel älter waren als ich: Ich hatte ein bisschen Sorge, dass man mich für die zu betreuende kleine Schwester von irgendeinem Bandmitglied halten würde. Doch diese und ähnliche Befürchtungen erwiesen sich als unbegründet und ich war selber erstaunt, wie schnell ich in diese tolle Gemeinschaft, in der jeder nett zu jedem war, aufgenommen wurde.Trotzdem ließ es sich nicht verhindern, dass bei unseren Auftritten, z.B. in einer Lagerhalle und dem Import/Export im Kreativquartier, sowie am Künstlerabend nur die obersten Striezel meines Haarknödels die Bläser überragten und der Applaus für mein "Geistersolo" sicher auch noch den "ach-ist-die-süß-die-Kleine"- Bonus hatte.

Doch in der Combo habe ich mich von Anfang an gleichberechtigt und aufgenommen gefühlt. Gemeinsames Weihnachts- und Döneressen, Improvisieren, nette Unterhaltungen, das Fahren von klappernden und dröhnenden, krampfhaft in einen Bus reingestopften Instrumenten von der Schule zum Auftrittsort oder das Warten auf den Techniker, der eine halbe Stunde vor Beginn des Auftritts mit den Worten ankam: "So, Grüß Gott, ich bin hier euer Techniker, habt noch kurz Geduld, ich muss noch EIN PAAR Kabel ordnen" - all das gehört auch zur Combo. Ich war in der "alten" Combo ja nur kurz dabei, aber es war eine tolle Zeit!

Vielen Dank, Herr Schmelz, dass Sie nicht nur versuchen, uns das Prinzip von gebrochen-rationalen Funktionen beizubringen, sondern dass Sie auch der Versuchsleiter des immer wieder glückenden Experiments "Combo" sind, bei dem Spaß, Zusammenhalt und Qualität wie bei einer Hyperbel ansteigen. 

Martha Baer, 9a

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